Samstag, 11. Januar 2014

Rente für Pflegende Angehörige

Zu diesem Thema haben wir schon mehrfach geschrieben. Zuletzt unter : Link zu Artikel

Als ich ( Betreiber der Seiten ) anno 1999 die Pflege übernommen habe, wäre es gut gewesen, wenn mir jemand die richtigen Tips gegeben hätte. In der Klinik, in der damals die von mir betreute Person nach dem Unfall behandelt wurde, gab es einen "Sozialdienst". Es kamen viele Dinge zur Sprache. Das Wesentliche, auf das worauf es angekommen wäre, wurde uns aber verschwiegen ! So habe ich erst 2005 erfahren daß Pflegende Angehörige auch krankenversichert sind, ja wenn man das beantragt ! So sind mir 6 Jahre Rente abgegangen ! Wo blieben da die heute so hochgehaltenen Hilfen ? Nein, es ist doch so: Das kostet Geld. Darüber wird man nicht informiert. Kurse und dergleichen aber, die Pflegedienste aber gerne anbieten und nichts kosten, werden an jeder Ecke feil geboten. Das ist die ganze Wahrheit ! Nach 14 Jahren Pflege lasse ich mich zumindest nicht immer aufs Neue an der Nase herumführen !

Nun habe ich wegen der fehlenden 6 Jahre das Bundesministerium angeschrieben. Die Pflegekassen betreffenden Themen sind dort angesiedelt. Aber von dort wurde ich verwiesen an das BM für Arbeit und Soziales. Die haben mich an die Deutsche Rentenversicherung verwiesen ! Von dort kam nun die Antwort, ich solle mich an die Pflegekasse wenden. Bürokratismus, Verdummbeutelung von Menschen, kaum Sachkenntnisse der behördlichen Stellen. Es ist wirklich kaum mehr zu glauben !


Donnerstag, 9. Januar 2014

Jegliche Unterstützung für Pflegende Angehörige.....

.....wenn sie nichts kostet !

Gibt man in Google Pflegende Angehörige ein, so kann man Seitenweise in den unterschiedlichsten Medien lesen, dass es eine große Bereitschaft gibt, den Pflegenden Angehörigen zu "helfen". Diese Hilfen sehen dann so aus:












oder so:









Oft verbunden mit dem Hinweis, dass man sich vertrauensvoll an die mobile Pflegefirmen wenden soll. Kurse werden angeboten noch und nöcher.

Das Ganze passt zu dem, was aus der Politik vorgegeben wird. Die Medien nehmen das auf und veröffentlichen kritiklos. Oder sie wenden sich an Ansprechpartner wie Caritas etc., die dann auf die vielen schönen Angebote verweisen. Dass dahinter finanzielle Interessen stehen haben scheinbar nicht alle Medienvertreter verstanden. Die Zeiten einer humanen Hilfe durch Caritas & Co. sind vorbei, wenn sie die jemals gegeben hat ! Die kirchlichen Träger haben ihr Geld ja woher ? Von uns Allen und z.B. auch von der Kirchensteuer. Immer mehr Menschen verstehen nach dem Fall Tebartz von Elst, wie das Ganze dann in der wahrhaftigen Praxis aussieht.

Uns Pflegenden Angehörigen kann das Alles nicht helfen. Wir müssen andere Wege suchen, wie wir unsere Forderungen öffentlich machen können.  Diese Forderungen klar zu definieren ist dann auch sehr wichtig.

1.Im ersten Schritt gilt es das Pflegegeld an die Pflegesachleistung anzugleichen. Dabei muß aber beachtet werden, dass die Gegenseite immer wieder ( gewollt ? ) ein falsches Bild abgibt. Denn diese Pflegesachleistungen würden in sehr vielen Fällen nicht ausreichen, um einen Pflegediesnt die Arbeiten machen zu lassen. Wir kennen Menschen, die z.B. auch bei einer Verhinderungspflege im Nachhinein ausgesagt haben: Das können wir kaum bezahlen, das werden wir nie mehr wieder tun ! Einfach weil es kaum zu bezahlen ist. Zudem kommt, dass auch hier wieder weg gelassen wird, dass wir als PA in der Zeit der Verhinderung kein Pflegegeld erhalten. Entweder gibt es Geld für die uns vertretende Person, oder auch Pflegesachleistungen für den mobilen Pflegedienst, wobei je nachdem aufbezahlt werden muß. Etwas, was sich nicht viele Menschen leisten können !

2. Wir PA müssen endlich aus dem Hartz IV Status heraus !  Wir Alle sind hart arbeitende Menschen und wir wollen nicht behandelt werden, als wären wir Arbeitslose und oft wird auch hier von Drangsalierereien der Behörden berichtet. Dieser Hartz IV "Status" haben wir mehrfach beschrieben. Es ist eben nicht nur das wenige Geld, was uns übrig bleibt. Hier sei an die Stigmatisierung der Hartz IV Menschen erinnert, die es auch heute noch gibt ( Dazu sehr interessant : www.ingehannemann.de ) .

3.Der Bürokratieabbau wurde in allen Bereichen vor Zeiten versprochen. Speziell im Behindertenbereich dann separat auch noch einmal. Was ist dabei herausgekommen ? Noch mehr Bürokratismus

4.Immer wieder wird auf die Qualifizierung der PA abgehoben. Die sei ein Grund dafür, dass man sie nicht so bezahlen könnte wie gelernte Kräfte. Solche Anwürfe sind nicht selten und eine Ungeheuerlichkeit in sich selbst ! Aus eigener Erfahrung wissen wir hier vor Ort, dass wir nicht selten den ausgebildeten Kräften zu Hilfe kommen mußten, wenn sie beim Kathetern z.B. nicht weitergekommen sind. Aber auch sonst: Wenn Menschen erst einmal 1 Jahr oder gar 2 Jahre gepflegt haben, braucht man ihnen keine "Kurse" mehr anzubieten. Aber genau das wir massiv getan ( siehe Punkt 1 ). Was dahintersteckt ist eindeutig. Man will Geld sparen bei Menschen, die oft noch nicht einmal 2,00 pro Stunde erhalten ! Man diskredietiert damit die vielen Pflegenden Angehörigen in diesem Land. Übrigens. In anderen Ländern wird die Arbeit der Pflegenden Angehörigen als sehr wichtig erkannt und entsprechend honoriert.

Zu den Kosten muß dann auch noch etwas ausgesagt werden. Wie oft hört man: Das sei ja nicht zu finanzieren. Dazu: Wir schauen uns an, was in diesem Land alles finanziert wird. Oft unsinnige Dinge, oft Projekte ohne Sinn und Verstand ( siehe auch Bundesrechnungshof etc. ). Würde man alle Steuerflüchtlinge, alle Zockereinen etc. abstellen, gäbe es nicht nur für PA keine Probleme. Auch Behinderte etc. müßten nicht unter einem System leiden, dass in einer angeblichen Krise ( für die Milliardäre war diese Zeit mit Mehreinnahmen verbunden - wessen "Krise" ist also gemeint ????!!! ) noch genug Milliarden für Milliardäre hat !

Immer wieder wird auch aus der Politik laut, dass man mit den Steuergeldern der BürgerInnen sorgsam umgehen muß. Das sollten sich diese Damen und Herren einmal merken bei den eigenen Diäten und den oft unsinnigen Entscheidungen, die wiederum Geld kosten !

2014 muß ein Jahr werden, dass eine Wende bringt. Seit Jahren gehören PA zu den Menschen, die immer weniger in den Taschen haben. Ob Teuerung oder auch Zuzahlungen etc. ( und seit 01.01.2013 z.B. auch Rundfunkgebühren für Behinderte -man stelle sich das einmal vor - nach der langen Zeit der Beitragsbefreiung ), es gibt Berechnungen, die besagen, dass Geringverdiener über 22 % weniger in den Taschen haben wie 2000. Wir haben deshalb auch nachgerechnet. Wir kamen sogar auf über 27 %. Das sind die Fakten. Und was kommt von den Verantwortlichen ? Das ewig Gleiche. Zu allem hin werden wir auch noch für dumm verkauft. Das kann unmöglich so bleiben !





Montag, 6. Januar 2014

Mehrausgaben für medizinische Zwecke

Ob Zuzahlungen zu Krankenkasse oder mobilem Pflegedienst, ob Teuerungen für Medizin oder ein zusätzlicher Husten etc. - Alles schlägt sich auf das sowieso schon geringe Budget von Behinderten und Pflegenden Angehörigen nieder.

In unserem Fall sind es Ausgaben wie folgt ( Steigerungen immer gegenüber dem Vorjahr ):











Freitag, 3. Januar 2014

Aussichten 2014

Was ist nun zu tun im Jahr 2014 für uns PA. Wir gehörten die vergangenen Jahre eindeutig zu den Verlierern in dieser Gesellschaft. Die neue Regierung zeigt keinerlei Anstalten, daran etwas zu ändern. Was nichts Anderes bedeutet wie weiterhin auf unsere Situation hinzuweisen.

Leider hat sich etwas eingeschlichen, was überhaupt nicht in unserem Interesse sein kann. Sollte es Reformen geben, will man PA wohl unter die "Fuchtel" von mobilen Pflegediensten geben. Das wäre eine fatale Entwicklung. Scheinbar kommt die Idee dazu aus der Schweiz. Dort wurde dieses Andenken aber von Seiten der PA aber auch der moblilen Pflegediensten abgelehnt !

Manche von uns, die zusätzlich auf Hartz IV angewiesen sind ( das dürften nach Schätzungen Viele sein, bekommen eine geringer Erhöhung über diese Seite. Da aber die Inflation in den letzten Jahren stärker war wie die Einnahmenszuwächse dürften wir auch hier zu den Menschen gehören, die von der Armut in noch größere Armut kommen. Das alles unter den Augen der Politik, die schon weiß, wie es um unsere Lebenssituationen bestellt ist.

Bericht wird aktualisiert.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Ein schlechtes Jahr für Pflegende Angehörige, ein Gutes Jahr für Reiche

Liebe Pflegende Angehörige,

der Dax ist 2013 um 28,97 % gestiegen. Von 7 435,13 Punkten ist er auf 9 589,39 Punkten ( Stand 28.12.2013 ) gestiegen. Ein Plus von 28,97 % aufgerundet auf 29 %. Hätten Sie also 100 000 Euro gehabt und diese an der Börse anlegen können hätten Sie heute 129 000 Euro. Ohne den Finger krumm zu machen. Risiko ? Na man kann doch auch raus aus den Werten, wenns runtergeht. Und überhaupt. Solange man Geringverdiener hat, die für einen Hungerlohn arbeiten funktioniert das Ganze doch !

Wir PA haben also ganz schlecht gewirtschaftet !!!!  So heißt das ebend im Kapitalismus, das ist nicht meine Erfindung. Ich habe für die Pflege 2013 keine 8 000 Euro bekommen. Dafür habe ich an 7 Tagen in der Woche ohne Urlaub täglich 10-14 Std. gearbeitet mit nächtlicher Rufbereitschaft. Daneben habe ich auch noch etwas politische Arbeit betrieben um solche Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Das ist nicht gelungen. Da auf der Ausgabenseite bei uns noch mehr bezahlt werden musste für Rundfunkgebühren ( welch eine Unsäglichkeit gegenüber behinderten Menschen nach so langer Zeit der Gebührenbefreiung ! ), mehr für Medikamente etc. und die Inflationsrate wieder gestiegen ist, ist die Bilanz wie die Jahre zuvor: Wir sind noch ärmer geworden !

Und Sie und Ihre Familie ?

Ich wurde in der letzten Zeit mehrfach angegriffen, einige Mitglieder einer Org. wollten keine mails von mir haben. Diese Organisationen aber sollen die Interessen der Pflegenden Angehörigen vertreten. Ein seltsames Verhalten also.

Zu dem Rechenexempel sollte man dann schon noch dazusagen: Im ersten Beispiel bin ich von 100 000 Euro ausgegangen. Aber es gibt in diesem Land Viele, die da noch mehr anlegen können. Da gibt es Banken auch, die da am Werk sind und das Spiel weiterspielen das 2008 zu einem weltweiten Crash geführt hat. Es wurde ausgesagt: So was könnte nicht noch einmal passieren, die Banken seien jetzt gewappnet. Aha. Ja woher nehmen denn die das Geld um sich zu wappnen !?

2014 wird ein Jahr der Wahrheit werden, sagte ein kluger Mann. Wer glaubt, dass man diese Spiele ins Unendliche treiben kann, der handelt extrem unverantwortlich. Ja warum, so frage ich mich auch, hat man nach 2008 nicht rigoros die Bankenmacht beschnitten ?  Ich weiß die Antwort !

Ich wünsche Allen Pflegenden Angehörigen und Ihren Familien und denen, die sie pflegen ein Gutes Neues Jahr 2014. Ohne aber, dass wir alle umdenken wird es PA auch 2014 nicht besser gehen !

Mit freundlichen Grüßen

Pflegender Angehöriger ° Lothar Schwarz ° Ettenheimerstr.9 ° D-77975 Ringsheim ° wir-pflegen-daheim.blogspot.de ° wp-Mitglied ° PID-Mitglied#

Mittwoch, 25. Dezember 2013

WEIHNACHTEN 2013

Allen Pflegenden Angehörigen und deren Gepflegten und Angehörigen, allen Freunden und Bekannten wünsche ich ein Frohes und Gesegnetes Weihnachtsfest !

Sonntag, 22. Dezember 2013

Bilanz 2013

Der Jahreswechsel kommt in großen Schritten....Zeit wieder einmal einen Rückblick zu machen. Für uns pflegende Angehörige sieht es dabei düster aus ! Es ist schon fatal. In diesem Land gibt es Einige, die können nach diesem Jahr 2013 in die Bilanz schreiben: Wieder eine Milliarde mehr. Wir gehören zu den Menschen im Land, die weniger haben wie in den Jahren zuvor ! Auch wenn es einige Menschen noch nicht so richtig spüren. Vielleicht auch, weil sie nur den Verdacht haben. Weil sie z.B. kein Haushaltsbuch führen etc. Die auch keinen Vergleich zum Vor-vor Jahr herstellen können. Das tun wir scvhon immer. Und daher können wir Zahlen liefern. Und die besagen auch für das Jahr 2013 etwas aus, was eben diese Düsternis hervorruft. Aber nicht nur im finanziellen Bereich. Nimmt man die ganzen Skandale in dem Jahr, die Schnüffeleien, die Gesetzesverstöße derer, die unser Recht garantieren sollten....usw. - das ist schon etwas, was vielen Menschen und immer mehr auch Angst macht.

Noch haben wir die Bilanz nicht im Einzelnen fertig, die durchaus auch auf andere Pflegenden Angehörigen zutreffen kann. Aber ein Blick auf die Zahlen bis November gibt wenig Anlass zur Freude. Und was sollte bei uns PA im Dezember noch weltbewegendes geschehen, dass sich dies vielleicht noch umkehren könnte ? Die Frage wird sein: Um wieviel  haben wir in diesem Jahr Einbussen hinnehmen müssen ! Die Berechnungen können wie jedes Jahr bei uns eingesehen werden !

Dienstag, 10. Dezember 2013

Der Koalitionsvertrag und seine Folgen für PA & Neue Bestrebungen

Der erste Eindruck nach dem Lesen des Koalitionsvertrag war wohl leider richtig. Für uns Pflegende Angehörige sieht es schlecht aus. Das ist ebenso bitter wie auch skandalös.

Dabei muß auch eine Warnung ausgegeben werden. In der Schweiz wird es angedacht, auch anderswo und natürlich bei uns auch. Man will Pflegende Angehörige langfristig wohl als "Angestellte" eines mobilen Pflegedienstes sehen. Dagegen hat es in der Schweiz von beiden Seiten Proteste gegeben !  Und da sollten wir auch sehr vorsichtig sein. Immer wieder hört man im Hintergrund, dass man eine Kontrolle für Pflegende Angehörige bräuchte ! Selbst ein Herr Fussek läßt es sich ja nicht nehmen, auf Mißstände bei Pflegenden Angehörigen hinzuweisen, d.h. bei den zu Pflegenden durch diese Personengruppe ! Dabei steht ja gerade das in eklatantem Widersruch zu dem, was Fakt ist: Die häusliche Pflege ist für die Menschen, die gepflegt werden müssen, die beste aller Pflegeformen. Die Frage, warum dann Einzelfälle, die es bestimmt gibt, so in den Vordergrund geschoben werden muß gestellt werden. Und wer wie wir schon mehrfach angesprochen/angeschrieben wurde von einem mobilen Pflegedienst, ob man nicht noch weitere Teile der Pflege an den Pflegedienst abgeben will, der muß nicht zweimal fragen, warum es solche Bestrebungen gibt. In Zukunft stehen aus dieser Richtung also scheinbar gewisse Auseinandersetzungen ins Haus !°

Schreiben an und von ZQP - Interessant