Auf der einen Seite Menschen, die kaum mehr wissen, wie es am nächsten Tag weitergehen soll, auf der andern Seite werden Geschäfte gemacht ! Es geht immer übler zu in diesem Land und die Schere zwischen arm und reich wird immer mehr aufgemacht. Hier ganz anschaulich veröffentlicht.
Dieser Blog soll informieren, fordern, aufzeigen und um Verständnis bitten. Jeder von uns kann einmal Pflege in Anspruch nehmen müssen. Das können sich viele Menschen nicht so recht vorstellen und doch ist es so. Die Erfahrungen von Menschen, die zuhause pflegen ( Pflegende Angehörige ) können auch Ihnen helfen. Lesen Sie also www.wir-pflegen-daheim.blogspot.de Auch für Langzeit-Pflegende !!!!!
Samstag, 28. April 2012
Freitag, 27. April 2012
Brief an die FES
Sehr geehrte Damen und Herren,
Monate ist es her, seit wir Sie angeschrieben haben, bzw. Sie uns. Die letzte Mail von uns war angefüllt mit Unsäglichkeiten, die zwischenzeitlich Behinderte und in unserem Fall Schwerstbehinderte umgeben.
Sie hatten darauf hingewiesen, daß sie im Bereich Behinderten quasi etwas getan haben, veröffentlicht haben. Unsere Frage hierzu war: Was bewirkt das Alles angesichts der von uns beschriebenen Umstände ? Von dem Wenigen bleibt uns immer Weniger, weil salamitaktisch immer mehr Kosten entstehen, gerade im Gesundheitsbereich. Nur als Beispiel sei hier die Zusatzzahlungen an die Krankenklassen zu nennen. Behinderte können nicht einfach die Krankenkasse wechseln. Warum das so ist können wir Ihnen anhand eines ausgearbeiteten Arbeitspapieres erklären. Aber wir fürchten, es kümmert sich Niemand in diesem Land ! Nun haben aber die Krankenkassen Milliardenüberschüsse "!erwirtschaftet" ( was nichts Anderes heisst wie z.B. von Behinderten abgezockt. Ich habe reihenweise Politiker angeschrieben und darum gebeten, daß man wenigstens den Schwerstbehinderten die Beiträge zurückzahlen solle. Keine Reaktion.
Wir wissen, daß wir bei vielen Behörden auch zwischenzeitlich in Ungnade gefallen sind. Da sind doch tatsächlich Leute, die sich nicht einfach "zufrieden" geben, die Klappe halten ! Man muss sich das Alles aber auch einmal genau durchdenken. Innerhalb weniger Tage hat man einstmal den Hoteliers geholfen. Schwerstbehinderte hat man innerhalb Jahren regelrecht abgezockt. Warum ich das an Sie schreibe ? Weil Sie und quasi jeder Bürger dieses Landes für solche Auswüchse verantwortlich ist. Denn auch das Nichtstun führt zu solchen E$rgebnissen, wobei ich der FES nicht unterstellen will, daß sie "nichts" tun würde. Aber ist es nicht zu wenig ?
Ich jedenfalls, als Pfleger einer Schwerstbehinderten habe seit über 12 Jahren nichts Anderes gesehen wie Schwierigkeiten und Kummer und Sorgen. Jeden Tag damit bemüht, eine Schwerstbehinderte durchzubringen. Dafür will ich keinen Orden oder Schmalz-Worte, die uns öfter einmal zukommen. Wir wollen endlich einen Stop des eingeschlagenen Kurses. Das wäre das Mindeste !!!!
Mit freundlichen Grüßen
Hilfe für Querschnittsgelähmte
Lothar Schwarz ° Ettenheimerstr.9 ° D-77975 Ringsheim
Monate ist es her, seit wir Sie angeschrieben haben, bzw. Sie uns. Die letzte Mail von uns war angefüllt mit Unsäglichkeiten, die zwischenzeitlich Behinderte und in unserem Fall Schwerstbehinderte umgeben.
Sie hatten darauf hingewiesen, daß sie im Bereich Behinderten quasi etwas getan haben, veröffentlicht haben. Unsere Frage hierzu war: Was bewirkt das Alles angesichts der von uns beschriebenen Umstände ? Von dem Wenigen bleibt uns immer Weniger, weil salamitaktisch immer mehr Kosten entstehen, gerade im Gesundheitsbereich. Nur als Beispiel sei hier die Zusatzzahlungen an die Krankenklassen zu nennen. Behinderte können nicht einfach die Krankenkasse wechseln. Warum das so ist können wir Ihnen anhand eines ausgearbeiteten Arbeitspapieres erklären. Aber wir fürchten, es kümmert sich Niemand in diesem Land ! Nun haben aber die Krankenkassen Milliardenüberschüsse "!erwirtschaftet" ( was nichts Anderes heisst wie z.B. von Behinderten abgezockt. Ich habe reihenweise Politiker angeschrieben und darum gebeten, daß man wenigstens den Schwerstbehinderten die Beiträge zurückzahlen solle. Keine Reaktion.
Wir wissen, daß wir bei vielen Behörden auch zwischenzeitlich in Ungnade gefallen sind. Da sind doch tatsächlich Leute, die sich nicht einfach "zufrieden" geben, die Klappe halten ! Man muss sich das Alles aber auch einmal genau durchdenken. Innerhalb weniger Tage hat man einstmal den Hoteliers geholfen. Schwerstbehinderte hat man innerhalb Jahren regelrecht abgezockt. Warum ich das an Sie schreibe ? Weil Sie und quasi jeder Bürger dieses Landes für solche Auswüchse verantwortlich ist. Denn auch das Nichtstun führt zu solchen E$rgebnissen, wobei ich der FES nicht unterstellen will, daß sie "nichts" tun würde. Aber ist es nicht zu wenig ?
Ich jedenfalls, als Pfleger einer Schwerstbehinderten habe seit über 12 Jahren nichts Anderes gesehen wie Schwierigkeiten und Kummer und Sorgen. Jeden Tag damit bemüht, eine Schwerstbehinderte durchzubringen. Dafür will ich keinen Orden oder Schmalz-Worte, die uns öfter einmal zukommen. Wir wollen endlich einen Stop des eingeschlagenen Kurses. Das wäre das Mindeste !!!!
Mit freundlichen Grüßen
Hilfe für Querschnittsgelähmte
Lothar Schwarz ° Ettenheimerstr.9 ° D-77975 Ringsheim
Debatte im Bundestag
Unter
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/093/1709393.pdf
können Sie einen Antrag der "Linken" einsehen, die versucht haben, eine Verbesserung für Pflegende Angehörige oder der ganzen Pflege zu erreichen. Wir könnte es anders sein: Die Bundesregierung lehnt dies ab:
Das Protokoll der Bundestags-Sitzung zu dem Thema können Sie unter
http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/vorlaeufig/17175.html
einsehen.
Es bleibt wohl Alles beim Alten. Wo für Hoteliers über Nacht ein Milliardengeschenk gemacht wurde, hat man für Pflegende Angehörige und deren zu Pflegende wenig übrig.
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/093/1709393.pdf
können Sie einen Antrag der "Linken" einsehen, die versucht haben, eine Verbesserung für Pflegende Angehörige oder der ganzen Pflege zu erreichen. Wir könnte es anders sein: Die Bundesregierung lehnt dies ab:
Das Protokoll der Bundestags-Sitzung zu dem Thema können Sie unter
http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/vorlaeufig/17175.html
einsehen.
Es bleibt wohl Alles beim Alten. Wo für Hoteliers über Nacht ein Milliardengeschenk gemacht wurde, hat man für Pflegende Angehörige und deren zu Pflegende wenig übrig.
Mittwoch, 25. April 2012
Brief an Frau Michalk MdB
Frau Michalk war auch in der Fakt - Sendung vom 23.03.2012 ( siehe Bericht zuvor ) Frau Maria Michalk ist bei der CDU und ich kann nicht erkennen, dass das was sie tut irgendetwas mit "christlich" zu tun hat. Sie erinnert ausgerechnet uns an die "Grenzen der Belastbarkeit des Gemeinwesens". Wir sollten solchen Leuten auch einmal zu verstehen geben, daß die Belastbarkeit unseres Lügendedektors für Politiker auch schon am Anschlag ist. Jedenfalls hier das Schreiben an sie:
Dienstag, 24. April 2012
"FAKT" Sendung MDR am 23.04.2012
Unser Schreiben an die Redaktion:
Sehr geehrte Damen und
Herren,
seitenweise müssten wir nun darüber
berichten, was sich bei uns zugetragen hat.
Kurz: Es geht um eine
Schwerstbehinderte, die nach einem Unfall 1999 auch in Hartz IV gekommen
war.
2001 gab es einen Bescheid der
Behörden, daß kein Hartz IV gezahlt wird, weil eine Unfallversicherung einen
Betrag ausbezahlt hat ( der nicht ausreichte, um ein behindertengerechtes Umfeld
zu schaffen ). Wir nennen hier nur die Schlagworte: Inklusion, barrierefrei,
Integration ! Was aber in Wirklichkeit getan wird in den Einzelfällen ist der
Versuch sogar Schwerstbehinderte abzuzocken. Der Bescheid war im Übrigen
rechtswidrig, was wir durch Gerichtsurteile bescheinigt bekommen haben. Das
Verfahren war aber nerven und zeitaufwendig und zeigt, wie man in diesem Land
mit den Ärmsten der Armen umgeht und auch nicht vor Schwerstbehinderten
zurückschreckt.
Sie nannten 50 000 Jobcenter
Mitarbeiter. Wenn jeder dieser Leute 2 500 Euro pro Monat verdient wären das
alleine 125 000 000 Euro pro Monat. Der ganze bürokratische Apparat ist es
zwischenzeitlich doch, der auch einmal ins Visier der Journalisten fallen
sollte. Erinnert sei an die gute Idee eines Grundeinkommens. Für Behinderte
jedenfalls sollte dies längst eingeführt sein. Die im Übrigen in allen
Lebensbereichen Mehrausgaben zu bewältigen haben !
Seit 1999 pflege ich ( Schwarz ) als
sog. Pflegender Angehöriger. Was das bedeutet sollte man sich dann in
journalistischen Kreisen auch noch einmal ansehen. Das bedeutet: ( in unserem
„Fall“ ): Pflege jeden Tag etwa 10 – 12 Std ( offiziell und vom MDK
„bescheinigt“ = 6 Std. 47 min ). Dafür bekomme ich kein Geld. Das bekommt die
Behinderte übers Pflegegeld. Umgerechnet nicht einmal 1,90 in der Stunde ( was
wird die Friseuse in Mek-Vorpommern immer genannt mit ihrem auch wenigen Lohn !
Bei Pflegenden Angehörigen wird einfach weggesehen ) an 7 Tagen die Woche ohne
Sonn u. Feiertag, ohne Urlaub ( den man sich zwar nehmen kann, der aber teuer
bezahlt werden muss, weil der Ersatz für die Pflegenden Angehörigen dann
durchaus einen Lohn von 10 ,00 verlangen können und auch bekommen. Also müssen
wir das Geld in einen Topf werfen. Und das sieht dann so aus, daß wir zusammen
über ca. 900 Euro im Monat verfügen. Und das mit einer Schwerstbehinderten im
Haushalt. Hier schaut die ganze Nation zu, wie eine himmelschreiende
Ungerechtigkeit stattfindet, denn nur in unserem Fall ist das so
!
Das Alles aber müssen wir ertragen,
während an anderen Stellen Milliarden ausgegeben werden für Luxus,
Unsinnigkeiten, Unnötigkeiten etc. Das ganze System wäre zu überprüfen ! An der
Gesundheitsreform sieht man mehr als deutlich, wie hier rumgeeiert wird, ohne
dass sich etwas bewegt. Aber auch hier wieder: Pharmaindustrie u.a. verdienen
sich dumm und dämlich, während Schwerstbehinderte immer mehr in die Armut
abdriften.
Es wäre sehr nett, wenn Sie sich dem
Thema annehmen könnten !
Mit freundlichen
Grüßen
Pflegender Angehöriger | Lothar
Schwarz ° Ettenheimerstr.9 ° D-77975 Ringsheim | wp - Mitglied | pid -
Mitglied
Sendung zum Anschauen: http://www.mdr.de/mediathek/video52254_zc-f3a64d0e_zs-17950b3d.html
Geld reicht nicht aus zum Leben
In einem Spiegel Artikel wird aufgeführt, daß viele Geringverdiener zu den Aufstockern zählen. Die Zahl 75 000 wird genannt, die wir definitiv aus der Luft gegriffen bezeichnen möchten. Pflegende Angehörige kommen in dieser Rechnung scheinbar gar nicht vor. Wie sich das Ganze bei uns verhält wurde von uns an anderer Stelle schon aufgezeigt. Mehrfach haben wir uns an verschiedenen Stellen darüber beschwert, daß Pflegende Angehörige quasi mit dem Hartz IV - Status leben müssen. Was dies bedeutet, alleine den Status zu haben, wurde auch mehrfach erläutert. Nun ist es aber an der Zeit, daß sich hier Grundlegendes ändert !
Link zum Spiegel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,829370,00.html
Link zum Spiegel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,829370,00.html
Montag, 23. April 2012
Professionalität der Pflegenden Angehörigen
Immer wieder wird dartauf abgehoben, wir Pflegende Angehörige wären ja keine "ausgebildeten" Kräfte. Damit wird u.A. auch der Bezug des Pflegegeldes begründet. Es ist eine der Hauptaufgaben von uns, diese Behauptung zu widerlegen. Hier eine ältere Mail ( in dieser Angelegenheit wurde aber viel mehr unternommen durch uns ). Die Mail ging an die AOK.
Von: Lothar Schwarz [info@lothar-schwarz.de]
Gesendet: Montag, 23. Mai 2011 10:08
An: 'info@bw.aok.de'
Betreff: Kostenlose Pflegeberatung für die häusliche Pflege
Lothar
Schwarz
Von: Lothar Schwarz [info@lothar-schwarz.de]
Gesendet: Montag, 23. Mai 2011 10:08
An: 'info@bw.aok.de'
Betreff: Kostenlose Pflegeberatung für die häusliche Pflege
Sehr geehrte Damen und
Herren,
in der Mittelbadischen Presse vom
12.05.2011 war zu lesen, daß Sie darauf aufmerksam machen, daß in der häuslichen
Pflege professionelle Pflegekräfte berantend aufgesucht werden
können.
Ich pflege seit beinahe 12 Jahren
eine Schwerstbehinderte ( Querschnittslähmung, höhergehend ). Es wird
katheterisiert und auch gelagert etc. – Pflegeleistungen, die man als pflegender
Angehöriger sehr wohl lernen muß. Nach 12 Jahren brauche ich da auch keine
„professionelle Hilfe“, sondern es ist nicht wenig vorgekommen, daß die
„Professionellem“ mich geholt haben, wenn z.B. beim Katheteriesieren „nichts“
passierte etc. ! Die immer wieder auch von Krankenkassen geäusserte
Meinung, pflegende Angehörige wären nicht im Stande, auch komplizierte
Arbeitsgriffe zu lernen also quasi unprofessionell zu sein führt bis heute dazu,
daß in der Pflegekassen die Unterschiede zwischen Pflegegeld und
Pflegesachleistungen gemacht werden. Das ist unhaltbar ! Wobei dies ja nur ein
Teilaspekt dieser Ungerechtigkeit darstellt. Würde n wir alle Arbeiten, die ich
als pflegender Angehöriger verrichte, von einer „professionellen“ Institution
machen lassen würden an die 2 800 Euro nicht ausreichen. Dann wären aber viele
Arbeiten, wie z.B. der enorme und wachsende Bürokratismus, noch nicht
verrichtet.
Nach 12 Jahren sind pflegende
Angehörige sehr wohl „professionell“. Aber ohne Anerkennung. Und Ihr Hinweis auf
„Beratungen“ scheint also nur das zu unterstreichen, was eben offiziell gerne so
gesehen wird und auch von den Krankenkassen immer wieder vorgebracht wird.
Kurios wird es ja dann, wie bei uns geschehen. Da hatte man die Idee unserer
Krankenkasse vor ein paar Jahren, ich solle die Katheterisierungen doch selbst
machen ! Auf Anfrage wurde mitgeteilt, daß man sich das aber unentgeltlich
vorstellt !!!! Vielleicht zeigt sich hier das Verhältnis zu pflegenden
Angehörigen von Seiten der Krankenkassen: Man glaubt, die seinen bescheuert.
Sind sie nicht ! Das kann ich Ihnen versichern !
Mit – entsprechend – freundlichen
Grüßen
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