Mittwoch, 15. Oktober 2014

Wer pflegt hat ( irgendwann ) selbst Pflege nötig







Es war im Jahr 1999, als es diesen Bericht ( news - Miltenberg )  gab:









Damals am Beginn der Pflege konnte ich daran nicht glauben. Voller Kraft und Elan war ich bereit mein Möglichstes zu tun.

Weiter heisst es im Bericht:






Damals konnte ich mir nicht vorstellen, was daran anders sein sollte. Heute weiß ich das sehr gut. Vor Allem: ist man immer "da" Immer im Einsatz, immer mit den Gedanken bei der Pflege aus den unterschiedlichsten Gründen. Denn nicht nur die Pflegebedürftigen sind hier zu erwähnen. Viele Behörden, der ganze Bürokratismus, ja auch Unverschämtheiten und Unverständnis sorgen mit dafür, dass zusätzliche Hürden aufgebaut werden. Das Gegenteil von dem oft laut zu hörenden Wort "INKLUSION" - das ist es, was nicht nur belastend sondern auch Verärgerung hervorruft.



Noch ein Auszug aus dem Bericht:







Das sagt Viel, aber nicht Alles aus !

Fazit: Da ist noch ganz viel zu tun von Seiten derer, die sehr wohl auch wissen, dass Pflegende Angehörige die größte Gruppe darstellt, die "pflegen". Über die Ausstattung dieser Menschen auch finanzieller Natur wurde auch an dieser Stelle mehrfach berichtet. Gleich vorweg: Das neue "Pflegestärkungsgesetz" ist unmöglich das, was wir immer und immer wieder auch gefordert haben als Pflegende Angehörige !

Montag, 25. August 2014

Kann ich mir eine Haushaltshilfe leisten ?

Durch die ständige Überlastung bei der Pflege habe ich versucht, eine Haushaltshilfe zu bekommen. Die Vorstellungen für den Lohn solcher Menschen liegt bei etwa 10 € die Stunde. Da ich nun als PA umgerechnet unter 2,00 Std. erhalte wäre wieder einmal eine Frage fällig an die, die gerne so tun, als sei in diesem Land alles so wunderbar geregelt und gerecht ( auch für Pflegende Angehörige ): Wie sollen wir die fehlenden 8,00 Euro pro Stunde aufbringen. Bei 8 Std. Hilfe müßten wir 80 Euro aufbringen. Da wir um die 500 Euro Pflegegeld erhalten kann sich jeder vernünftig denke Mensch ausrechnen, wieviel Haushaltshilfe möglich wäre: Gar keine ! Denn wovon sollen wir denn sonst leben ? Dieses Beispiel zeigt sehr genau, an was es mangelt ! Es ist aber doch nicht nur das. Selbst wenn wir nur einen Cent zuviel hätten, würden die Ämter doch sofort kommen und wieder einmal glauben, bei uns bricht der Wohlstand aus ! So ist das Ganze doch und nicht wie das ewige Wischiwaschi was man da allenthalben hört. Übrigens: Bei der Verhinderungspflege sieht es so ähnlich aus. Es werden also sog. "Verbesserungen" vorgezeigt, die bei näherer Betrachtung einfach nicht praxistauglich sind.

Freitag, 1. August 2014

Studie über Zufriedenheit mit dem Einkommen !

Wir leben in einer Welt, die immer unbegreiflicher wird. Die nachfolgende Nachricht habe ich im Internet gefunden. Es waren auch Kommentare darunter. Einer meinte, dass er Hartz´ler nicht verstehen würden. Die sollten mit ihren 1 000 Euro pro Monat eben nicht zuhause hocken, sondern sich eine Arbeit suchen, die dann eben mit den errechneten 4 666,67 € Netto ( ! ) pro Monat entlohnt würde. Der Bericht stammt aus dem Focus. Wo leben solche Leute ? Wer geht mit  4 666, 67 € nach Hause ? Das ist noch nicht einmal der Facharbeiter mit einer mittleren Lohngruppe !

Aber wenn man sich dagegen die Pflegenden Angehörigen anschaut, die oft unter 500 € für einen Rund um die Uhr-Job erhalten muß man an sich halten, um nicht in Wut zu geraten ! Es stinkt etwas ganz gewaltig zum Himmel in diesem Land !

Hier der Medienbericht:


Dienstag, 15. Juli 2014

300 000 € für WM Sieg


























Jaja - . Hab ich auch schon hören ( lesen ) müssen: Spielverderber, Pessimist, Neider - der kann sich überhaupt ab nichts mehr freuen etc. Tja. so ist das in Germany anno 2014. Wenn man einmal aufzeigen will, wie die Realitäten sind wird man von sog. "Realpolitikern" als Spinner bezeichnet. Utopisten, Sozialneider. Es gibt kaum etwas, was man ausläßt. Aber bitteschön. Wer hat einmal ausgerechnet, wie diese 300 000 € zu bewerten sind z.B. im Vergleich zu den  "Geschenken" der WM Mannschaft 1954 z.B., natürlich immer bezogen auf den Durschnittslohn, der dann aber auch wieder aufgedröselt werden müßte, denn 1954 waren die Unterschiede zwischen arm und reich längst nicht so groß wie heute. Vergleiche "hinken" immer dann, wenn man nicht alle Fakltoren zu einem Vergleich herangezogen hat, was dann auch zu den berühmten "Statistiken" führt, die bekanntermassen nur richtig sind, wenn man sie selbst gefälscht hat. Wer aber eben alle Faktoren einfliessen läßt, an dem können solche Kriterien abprallen.   Wer aber heute für Pflegende Angehörige, für Behinderte, Minijober etc. etwas bewirken will, der kommt nicht umhin, diese Vergleiche anzustellen. Dann aber bitte so, dass man "richtig rechnet". Das genau das aber fällt heute selbst angeblich klugen Fachpolitikern immer schwerer. Oder wollen sie vielleicht gar nicht, daß man nachrechnet ?

Donnerstag, 10. Juli 2014

Was gibt es Neues

Es ist schon eine Angelegenheit, die zum Himmel stinkt. Seit vielen Jahren gibt es in diesem Land viele Menschen, die sich in ganz besonderer Weise für Andere engagieren. Weil es aber die eigenen Angehörigen oft sind, wird die Politik nicht tätig oder kaum. Wenn es um Politiker-Angehörige geht ( siehe Verwandtenaffäre Bayern ) weiß man schon eher, wie man Geld scheffeln kann. Es gibt Umtriebe in diesem Land, die sollten sich die BürgerInnen nicht länger bieten lassen. Ja das ist ein Aufruf zu Protesten, zu massiven Unmutsäusserungen usw.

Eine Pflegereform wurde groß angekündigt ! Was herauskam, aber auch großartig als "Erfolg" verkauft wurde muß man näher betrachten. Pflegende Angehörige müssen auf Hartz IV Niveau leben, obwohl sie viel und harte Arbeit leisten ( was ja auch nicht abgestritten wird ). Wenn nun einem Pflegegelderhöhung angekündigt wird, muß das näher betrachtet werden. Die Erhöhungen jedenfalls hat die Inflation, die Teuerungen  längst aufgefressen, vor Jahren schon. Bei genauer Betrachtung werden Pflegende Angehörige in der Mehrzahl also immer ärmer. Das noch als Erfolg zu verkaufen ist die Dreistigkeit dieser Tage !

Im Hintergrund hört man ein Rauschen. Die neoliberalen Kräfte in diesem Land blasen wieder einmal zur Jagd auf vermeindliche Sozialbetrüger. Sie meinen damit nicht etwa die, die Millionen ( in der Gesamtheit Milliarden ) in Steueroasen transferiert haben oder dies immer noch tun, nicht Firmen, die in diesem Land kaum noch für Soziales zur Kasse gebeten werden dank einer Klientelpolitik, die auch die große Koalition an den Tag legt. Nein, da wird wieder das abstruse Spiel gespielt, das gestern Lüge war wie auch heute. Da wird behauptet, Hartz IV Empfänger wären zu faul um zu arbeiten usw. - man kennt es ja. Dass es aber nun eine neue Welle dieser Art gibt zeugt davon, dass Hirnrissige wohl nie aussterben werden. Aber auch die, die hinter diesen Hirnrissigen stehen und davon profitieren, dass manche 1 + 1 nicht zusammenzählen können. 400 000 Arbeitsplätze stehen 4 Mill. Arbeitslosen gegenüber. Das veröffentlichen diese "Menschen" dann selbst noch. Aber sie kommen dann doch noch auf den Schluß: Sie sind eben faul, die Hartzler. Ja es ist primitiv, aber mit solchen idiotischen Ansichten haben solche Agigatoren dann auch noch Erfog, selbst bei Politikern ! Das ist das wahre Übel an der Geschichte.

Montag, 2. Juni 2014

"Hilfe" von Aussen

Erlebnisse als Pflegender Angehöriger

Es ist fatal, was man im Laufe der Zeit als Pflegender Angehöriger erlebt. Aber, das was bittere Realität ist, wird oft sogar in den eigenen Reihen bezweifelt oder es wird kritisiert, wenn man "zu laut" seine Meinung äussert. Davon später.

Eine Geschichte, die sich genauso zugetragen hat.

In meiner Not als PA und in Sorge um den Menschen den ich pflege habe ich mich bei einer sehr bekannten Organisation gemeldet, die u.a. auch Schuldenberatung anbietet.

Gleich vorneweg: Eine Hilfe haben wir von dort nicht erhalten. Aber ich will hier beschreiben, welche "Tips" man bekommt:

1. Am besten, die Pflege aufgeben !
2. Mit Hartz IV kann man leben...alleine geht das....
3. Probleme mit Behörden am Besten ignorieren...
 usw...

Im Laufe der Zeit haben wir mitbekommen, dass die Sachbearbeiterin aus ihrem Job ausgestiegen ist: Sie war lange Zeit in einer Klinik. Das wäre auch eine Option für mich als Pflegender Angehöriger. Allerdings bekam ich keine Antwort auf die Frage, wie in dieser Zeit die zu Betreuende versorgt werden kann. Die Beratende gab an, sie würde ihr Kind dem geschiedenen Mann überlassen und dann irgendwann quasi aussteigen. Das wäre auch in meinem Fall ratsam.....Fazit: Alles stehen und liegen lassen....unglaublich.

In einem konkreten Fall wollte die Sachbearbeiterin intervenieren. Über Jahre hinweg haben wir geglaubt, da würde etwas geschehen. Nichts aber auch gar nichts ist in dieser Angelegenheit geschehen. Aus heutiger Sicht sehe ich die Angelegenheit so: Schlimme "Tips", die dazu führen könnten bei praktischer Umsetzung, dass die Menschen, die unsere Hilfe brauchen, immer noch mehr vereinsamen und verarmen ! Es ist ein Skandal, was hier als "Hilfe" angeboten wurde. Aber - so unsere Recherche: Das wird nicht nur bei uns so getan. Man ist gut beraten, sich nicht beraten zu lassen. Das ist unser Fazit.