Montag, 23. April 2012

Günter Jauch Sendung am 22.04.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist eine Ungeheuerlichkeit, wie die Zuschauer immer wieder mit solchen Sendungen an der Nase herumgeführt werden. Immer wieder das selbe Muister. Mitr Journalismus hat das längst nichts mehr zu tun. Da wird ein oder zwei Promi-Betroffener eingeladen, sog. Fachleute und heraus kommt beim Thema etwas, wo Betroffene sich die Augen reiben und sich verwundert fragen: Von was haben die denn gesprochen. Das hat doch nichts mit dem zu tun, was mich betrifft. Auch bei Sendungen zu Behinderten wird zwischenzeitlich kein Unterschied mehr gemacht. Ich kritisiere hier auch die Art, wie Sie die Menschen Kontakte zu Ihnen herstellen lassen. Hier können nur begrenzt Informationen zu Ihnen gelangen. Anlagen etc. sind schon mal gar nicht möglich. Die wären aber notwendig, wenn Sie wirklich und wahrhaftig über solche Themen informieren wollen. In dem Stil, wie es bei Ihnen aber getan wurde, kann man es nur Volksverdummung nennen, was dabei heraus kam. Über die Realität sehr vieler Behinderter in diesem Land haben Sie nichts berichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Pflegender Angehöriger |  Lothar Schwarz ° Ettenheimerstr.9 ° D-77975 Ringsheim | wp - Mitglied

Freitag, 20. April 2012

Die Gesundheit von pflegenden Angehörigen

Es gibt Untersuchungen, daß Pflegende einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind zu erkranken. Das hat vielerlei Ursachen. Nicht nur die körperliche Inanspruchung darf hier als Kriterium herangezogen werden. Viele Belastungen sind psychischer Natur und aus der eigenen Erfahrung können wohl sehr viele pflegende Angehörige davon berichten, welche Belastungen es sind, wenn man oft nicht weiß, wie man sogar kleinere Reparaturen etc. bezahlen soll.

Nach diesen Erkenntnissen ist zu fragen, ob in diesem Land, wo scheinbar der Luxus Weniger über dem Wohl, ja dem gesundheitlichen Wohl vieler pflegender Angehöriger steht ! Politiker, Politik also als krankmachender Faktor für uns Pflegende ?  Unglaublich das Ganze. Aber es ist so !  Wer einmal die Argumente hört, die da vorgebracht werden, genau verfolgt der kann erkennen: Es wird viel gesprochen, es werden auch punktuell angebliche Verbesserungen geschaffen. Aber bei genauem Hinschauen müssen wir endlich erkennen: Wenn über Jahre, wie beim Pflegegeld z.B. noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wird, hat das verheerende Auswirkungen. So ist ja nun auch angedacht, daß Pflegende Angehörige mit den zu Pflegenden "mal eine Kur" bekommen sollen. Das ist so leicht dahingesagt. Wie wir Alle wissen, wird das wieder so ne Sache mit viel bürokratischem Aufwand. In vielen Fällen wird aber auch das nicht gehen. Ausgehend vom eigenen Fall würde dies schon gar nicht gehen, weil die behinbdertenspezifische Reha jährlich notwendig ist. Eine zweite Kur o.Ä. aber mit Sicherheit nicht genehmigt würde. Im Übrigen wird man den Verdacht bei dem Vorschlag nicht los, daß hier wieder etwas beschlossen werden soll, damit ( vielleicht ) Ruhe ( für die Politik ) einkehrt. Das kann aber so nicht hingenommen werden. Die Hauptforderung ist klar: Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistung. Das wäre dann ein Schritt, der uns endlich vorwärts bringen würde. Wobei wir uns sehr wohl im Klaren darüber sind, daß dies nur die Minimalforderung sein kann.


Mittwoch, 18. April 2012

Fest für Pflegende Angehörige - auch nicht schlecht

 Aus: Märkische Allgemeine

Rund 4000 pflegebedürftige Einwohner leben in Potsdam. Um diese Menschen kümmern sich professionelle Pflegekräfte, Angehörige und Familienmitglieder, Ehrenamtliche und Menschen, die einfach nur nachbarschaftliche Hilfe leisten. Ein Szenario ohne diese Helfer ist in der heutigen Gesellschaft schwer vorstellbar.
Es ist eine Tätigkeit, die höchste Anerkennung verdient. Dieser Meinung waren vor zwei Jahren auch Akteure aus Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten, Beratungsstellen und der Stadtverwaltung, die gemeinsam im Netzwerk „Älter werden in der Landeshauptstadt Potsdam“ organisiert sind. Hier entstand die Idee, pflegenden Angehörigen einen Nachmittag zur Erholung und Entspannung und eine Auszeit von der Pflege zu schenken. In diesem Jahr findet der „Tanz in den Mai“ in Kooperation mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und weiteren Partnern bereits zum dritten Mal statt. Schirmherrinnen für das Fest am 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflegenden, sind die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger und Kabarettistin Gretel Schulze. „Ich würde mich freuen, wenn alle mit der Pflege befassten Potsdamer sich hier ein paar Stunden der Entspannung und Freude gönnen. Denn das haben sie sich verdient“, so die Dezernentin.
Wie bereits im vergangenen Jahr wird in der Fabrik in der Schiffbauergasse gefeiert. Die Zeit von 14 bis 17 Uhr ist den pflegenden Angehörigen vorbehalten. Es gibt ein Kuchenbuffet, Tanzmusik und Animation. Ab 20 Uhr ist Party-Time für alle professionell Pflegenden. Es spielt die Band Thursday Night Soul Club, und DJ Vermona Inferno legt auf. Die Zeit dazwischen dient dem Austausch, dem gemeinsamen Grillen, und um 17 Uhr gibt es eine Führung durch das Hans-Otto-Theater. MAZ
Pflegeleistende können sich bei Frau Siegert 2 89 20 95 oder Frau Neubauer 2 89 23 56) für dieses Fest anmelden.

Samstag, 14. April 2012

Zitat

"In einer Zeit des
Universalbetruges ist die
Wahrheit zu sagen eine
revolutionäre Tat.“


(George Orwell)

Mittwoch, 4. April 2012

Kurz vor Ostern

Viele Gespräche haben wir in den letzten Tagen geführt mit Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie wir. Dabei muß aber auch beachtet werden, daß jeder Fall tatsächlich individuell betraschtet werden muß. Wir danken für das uns gegenüber gebrachte Vertrauen. Wir wissen aber nun auch, daß nichts von dem, was wir an Unanehmlichkeiten erleben müssen übertrieben ist, vielleicht falsch eingeschätzt wird von uns. Im Gegenteil. Vieles was berichtet wird, zeugt von etwas, was als riesen Problem über uns Allen schwebt. Was uns auch aufgefallen ist läßt auich vermuten, daß viele Menschen zwischenzeitlich auch viele Hilfsorganisationen kritisieren. Wie uns geht es vielen Betroffenen zusehens schlechter, ohne daß dies überhaupt noch wahr genommen wird.

Es ist an der Zeit, daß sich etwas ändert !