Dieser Blog soll informieren, fordern, aufzeigen und um Verständnis bitten. Jeder von uns kann einmal Pflege in Anspruch nehmen müssen. Das können sich viele Menschen nicht so recht vorstellen und doch ist es so. Die Erfahrungen von Menschen, die zuhause pflegen ( Pflegende Angehörige ) können auch Ihnen helfen. Lesen Sie also www.wir-pflegen-daheim.blogspot.de Auch für Langzeit-Pflegende !!!!!
Dienstag, 19. April 2016
Dienstag, 5. Januar 2016
Geflüchtete vers. Pflegende Angehörige u.A. ?
Brief/Mitteilung an Presse, Sozialverbände etc.:
Sehr geehrte Damen und
Herren
Den Geflüchteten muß geholfen
werden, das steht ausser Frage. Aber in einem ungerechten Staat geschieht etwas,
was durchaus sozialen Sprengstoff beinhaltet. Dann, wenn Menschengruppen
gegeneinander ausgespielt werden !
Ich persönlich pflege eine
Schwerstbehinderte seit über 16 Jahren. Was dies in diesem Land bedeutet haben
wir ( Pflegende Angehörige ) und auch ich recht laut ausgesagt. Geschehen ist
nichts. Das neue PSG2 wird selbst von Grünen z.B. hochgelobt. Auch einige
Sozialverbände sind recht zufrieden. Was aber geschieht bei Langzeitpflegen ?
Langzeitpflegende driften immer mehr in die Armut. Warum - ist eigentlich sehr
einfach und wurde mehrfach aufgezeigt. Aber das soll an dieser Stelle nicht
Thema sein.
Es wurde berichtet, dass für die
Geflüchteten 2015 21 Millrd. € ausgegeben werden. Andere Quellen schreiben von
30 Mllrd. Aber nun haben wir errechnet, was für jeden Geflüchteten pro Monat
ausgegeben wird. Das können auch Sie nachrechnen. Es sind bei 21,1 Mllrd. € für
jeden Geflüchteten pro Monat 1758,33 €. Als Pflegender Angehöriger erhalte ich
für sehr viel Arbeit ( ca. 14-16 Std täglich auch an Sonn u. Feiertagen
abzüglich zu zahlenden Kosten für eine kombinierte Leistung eines Pflegedienstes
( wer nicht weiss was das ist, soll sich bitte erkundigen ) ca. 520 € im Monat
!!!
Ist das gerecht ? Das die Frage an
die, die angeschrieben werden ! Und werden hier nicht Menschen gegeneinander
ausgespielt ? Trotz Beteuerungen, dass dies nicht geschieht
?
Ich hoffe, dass nun niemand auf den
Gedanken kommt, hier schriebe jemand von Pegida oder Ähnlichem !!! Meine
politische Überzeugung liegt auf dem linken Fleck des Spektrums, das so
eindeutig ja nicht mehr ist. Georg Schramm sagte einmal: Es geht längst nicht
mehr um rechts und links. Es geht um oben und
unten.
Wenn Anfragen von uns Pflegenden
Angehörigen an die Politik gehen, werden wir nicht selten abgespeist mit Worten
wie: Pflege eines Angehörigen, das sei nun mal Privatsache…..oder so ähnlich,
entsprechende Schreiben liegen hier vor !
Wir kennen viele Behinderte z.B.,
die momentan in einer schlimmen politischen Zwickmühle sind. Einige, die die
Ziele der Pegida, AfD u.A. gar nicht mehr so übel finden. Weil es ihnen ähnlich
geht, wie im o.g. Beispiel. Was Rechtsradikale mit behinderten Menschen, armen
Menschen etc. schon angestellt haben – in jüngster Zeit – aber in längst
vergessen oder besser überwunden geglaubten Zeiten getan haben, das brauche ich
hier nicht darzustellen ! Das ist gemeint mit sozialem Sprengstoff. Vielfach ist
es Orientierungslosigkeit, ja auch Naivität. Aber es zeugt vom Druck, was auf
Behinderten z.B. lastet, die oft nicht wissen, wie sie die nächste
Heizungsrechnung bezahlen sollen ! Und viele sind der Meinung und hier sollten
Sie ganz genau lesen, dass in diesem Land den Reichen wieder nichts genommen
wird, sondern wieder bei ihnen gekürzt, gestrichen, weggenommen wird ! Und ?
Die Zeichen sind doch jetzt schon da !!!
Wir jedenfalls sind der Meinung: Das
Alles kann nicht gut gehen ! Das ist auch als Appell an jene gedacht, die
jegliche Kritik an der Flüchtlingspolitik mit rechtem Gedankengut in Verbindung
bringen. Wir schreiben eindeutig: Den Geflüchteten muß geholfen werden ! Aber
einem Pflegenden Angehörigen stehen die o.g. 1 758,33 € auch zu
!!!!!
Mit freundlichen
Grüßen
Pflegende Angehörige ° wp - Mitglied
° PID - Mitglied
Dienstag, 29. Dezember 2015
Jahresrückblick 2015
Für viele Pflegende Angehörige gab es 2015 wieder sehr viel schlechtest bezahlte Arbeit, Frust und einen Bürokratismus, der zwischenzeitlich unerträglich geworden ist. Erinnerung:
Auch viele PA ( Pflegende Angehörige ) waren gezwungen, sich mit den Krankenkassen zu streiten wegen Inkontinenzhilfen, die nicht mehr geliefert wurden oder schlechte Qualität hinnehmen sollten für ihre Pflegebedürftigen. Ein weiteres Atmutszeugnis der Politik auch, denn sie wissen seit geraumer Zeit, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht. Dieser Streit wird auch 2016 nicht aufhören. Wir haben in 2015 mehrfach darüber berichtet und waren auch mit dem BMG, dem Patientenbeauftragten uvm. in Kontakt.
Das Pflegestärkungsgesetz 2 kurz PSG2 wurde groß angekündigt, groß aufgemacht und noch größer verkündet. Worte wie : Jahrhudertwerk, eine "Revolution", "Segen für die Betroffenen" geisterten durch den Wortschatz und die Gazetten der Republik. Unglaublich ! Sehr viele PA und ihre Pflegebedürftigen erhalten nicht einen Cent mehr. Einige bekommen das erste Mal übverhaupt etwas. Das ist gut und recht so. Was aber geschieht bei Langzeitpflegenden z.B., oder bei PA, die selbst krank geworden sind - die Pflege aber nicht unterbrechen können, weil das Geld für eine Auszeit einfach auch fehlt. Die Antwort: Null ! "Theoretisch" werden "Möglichkeiten" geschaffen. In der Praxis sieht es dann vollkommen anders aus. Jedenfalls bei sehr vielen Pflegenden Angehörigen, die wir gesprochen haben ! Auch das wird uns Alle 2016 beschäftigen ! Eine wahre Reform jedenfalls hat auch das PSG2 nicht gebracht. Anstattdessen großartiges Verkünden von etwas, was Viele weiterhin in der Armut beläßt und bei Vielen die Armut noch vergrößert !
Weitere Punkte folgen.....
Montag, 23. November 2015
Stillstand ?
Das Blog hat lange nichts veröffentlicht. Das bedeutet aber längst nicht, dass nichts geschieht. Was sich im Hintergrund abspielt ist ( neben der schweren Pflege ) eine Aktivität in verschiedenen Sparten. Das ist auch notwendig, da die Pflege Angehöriger weitreichender ist, wie sich das Viele vorstellen können. So sind wir derzeit dabei eine Petition einzureichen, die Behinderte, die Podologie ( Fußpflege - Heilkunde ) benötigen mit anderen Pflegebedürftigen gleichgestellt werden. Dass dies nicht der Fall ist, ist einmal mehr ein Verstoß gegen das Gleichheitsprinzip. Diese Gleichbehandlung ist es auch, was wir BürgerInnen immer mehr einfordern sollten ! Aus den unterschiedlichsten Gründen.
Sonntag, 28. Juni 2015
Freitag, 15. Mai 2015
Langzeit Pflegende
Ein besonderes Problem stellt sich dar, wenn man über lange Zeit Pflegende(r) Angehörige(r) ist ( Langzeit Pflegende(r) ). Es gibt keine Institution in Deutschland, die sich um diese Problematik kümmert. Wir wollen versuchen auf diesen Seiten, einen Anfang zu machen !! Armut durch Pflege heißt eine Initiative bei "wir pflegen". Was aber geschieht, wenn Angehörige ihre Lieben über Jahre, ja Jahrzehnte pflegen ? Das bedeutet in manchen Fällen: Immer mehr abrutschen in die Armut ! Da gibt es Fallbeispiele. Aber die Dunkelziffern sind auch hier enorm. Vieles wird in den Familien selbst "geregelt". Das war in der Vergangenheit mehr der Fall. Aber in der heutigen Zeit wird das mehr und mehr auch publik und das ist gut so. Wenn Sie von solch einem Fall wissen oder selbst Langzeit-Pflegender sind dürfen Sie sich gerne bei uns melden !
Langzeit-Pflege ist eine besondere Herausforderung und Problematik !
Sonntag, 26. April 2015
Armutsdebatte - Aussage der Arbeits u. Sozialministerin Nahles
Pflegende Angehörige sind zunehmend auch von Armut bedroht bzw. sind arm und werden auch im Alter arm sein. Darüber wurde an dieser Stelle, wie auch an anderen Stellen mehrfach aufmerksam gemacht. Viele Menschen haben selbst dazu ihre Meinungen geäussert. Viele sagen das Gleiche oder Ähnliches aus: Die Pflege eines Angehörigen macht arm. "Armut durch Pflege" heisst eine Initiative, deren Forderungen und Ziele wir vollkommen unterstützen.
Was aber nun seit einiger Zeit im politischen Raum geschieht, das ist ungeheuerlich. Da will eine Frau Nahles, ihres Zeichens Arbeits u. Sozialministerin, den Begriff "Armut" neu definieren, denn :
Das ist ein starkes Stück ! Eine "Sozial"-Demokratin will und auch das sagt sie aus, einfach den Armutsbegriff neu definieren, damit die Debatte anders geführt wird. Das ist ein unglaublicher Vorgang, worauf es ( Gott sei Dank ) viele Reaktionen gab. Natürlich auch zustimmende und man ahnt schon, aus welcher Ecke die Zustimmungen kommen. Aber auch sehr gute Kommentare wie z.B. dem Journalisten und Rechtsgelehrten Heribert Prantl:
Was aber nun seit einiger Zeit im politischen Raum geschieht, das ist ungeheuerlich. Da will eine Frau Nahles, ihres Zeichens Arbeits u. Sozialministerin, den Begriff "Armut" neu definieren, denn :
Das ist ein starkes Stück ! Eine "Sozial"-Demokratin will und auch das sagt sie aus, einfach den Armutsbegriff neu definieren, damit die Debatte anders geführt wird. Das ist ein unglaublicher Vorgang, worauf es ( Gott sei Dank ) viele Reaktionen gab. Natürlich auch zustimmende und man ahnt schon, aus welcher Ecke die Zustimmungen kommen. Aber auch sehr gute Kommentare wie z.B. dem Journalisten und Rechtsgelehrten Heribert Prantl:
Es ist eine Schande, wenn von einer Sozialministerin solche Töne kommen, zeigt aber sehr deutlich, wie man auch zukünftig scheinbar gedenkt auch mit Pflegenden Angehörigen umzugehen. Deren Probleme werden einfach wegdebattiert.
Das können wir nicht zulassen. Es bleibt zu hoffen, dass es viele Pflegende Angehörige gibt, die protestieren !
Sonntag, 19. April 2015
Immer weiter....
Es gibt kaum Neuigkeiten. Die Situation bei den Pflegenden Angehörigen ist unverändert schlecht. Jüngste ( angebliche ) Verbesserungen waren ein Tropfen auf den heissen Stein und brachten nur wenigen Pflegenden Angehörigen ein bischen Hilfe. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf scheint wichtig für so manche PolitikerInnen zu sein. Eine Nachfrage, warum die Probleme der Langzeit-Pflegenden nicht endlich angegangen werden blieb unbeantwortet. Versendet wurde die Anfrage an Ministerien und Einzel-PolitikerInnen.
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