Anschreiben an eine Gruppe Pflegender Angehöriger und für Sie:
Dieser Blog soll informieren, fordern, aufzeigen und um Verständnis bitten. Jeder von uns kann einmal Pflege in Anspruch nehmen müssen. Das können sich viele Menschen nicht so recht vorstellen und doch ist es so. Die Erfahrungen von Menschen, die zuhause pflegen ( Pflegende Angehörige ) können auch Ihnen helfen. Lesen Sie also www.wir-pflegen-daheim.blogspot.de Auch für Langzeit-Pflegende !!!!!
Dienstag, 31. Januar 2017
Donnerstag, 29. Dezember 2016
Freitag, 25. November 2016
Haushaltsdebatte im Bundestag - Auswirkungen auf Pflegende Angehörige
Viele wissen, dass es das Pflegestärkungsgesetz gibt. Bisher waren es 3 an der Zahl. Dabei ist zu begrüssen, dass Menschen die Demenzkranke pflegen endlich auch in Pflegestufen kommen. Was aber ist mit dem Gro der Pflegenden Angehörigen. Was gibt es dort an Verbesserungen, Neuerungen etc. Was hat man bei den Langzeitpflegenden verbessert. Viele Fragen also.
Wir sollten nicht verkennen, dass nun aus der Politik etwas kommt, was sich ungefähr so anhört: Man hat Bahnbrechendes in der Pflege geschaffen, man kommt aus dem Schulterklopfen ( meißt ist es die eigene Schulter ) kaum heraus.
Ein Beispiel herausgegriffen zeigt einmal die Vorgehensweise, wie man Menschen verdummen möchte. Dabei ist Jemand in Pflegestufe 3 eingestuft und erhält seither, da zuhause pflegend 728 €. Nach den "Verbesserungen" ab 2017 gibt es die neuen "Pflegegrade". Davon wird es künftig 5 geben. In unserem Beispiel wird nun also von der Pflegestufe 3 in den Pflegegrad 4 eingeordnet. In Pflegegrad 4 gibt es 728 € ! Man ist nun scheinbar dazu übergegangen, die Anzahl der Pflegestufen/grade zu erhöhen um es nach "mehr" aussehen zu lassen !
An dieser Stelle sei noch einmal auf die besondere Situation von Langzeitüflegenden erinnert. Es wird auch kritisiert, dass man in der Politik gerade die prekärsten Pflegesituaionen nicht berücksichtigt. Anstattdessen wird seit Monaten die "Vereinbarkeit von Pflege und Beruf" herausgestellt. Dabei ist längst klar: Bei längeren Pflegen ist es einfach nicht möglich, neben der Pflege noch einen Beruf auszuüben. Sind die Pflegebedürftigen in einer hohen Pflegestufe, ist dies sogar abwegig. Aber genau diese Pflegesituation: Langfristig und hoher Pflegebedarf sind doch genau die Fälle, die zur Verarmung führen und zudem für Pflegende hoch belastend sind !
Noch liegen nicht alle Zahlen vor. Aber schon jetzt ist erkennbar: Was mit furchtbar viel Eigenlob hier eingeführt wird, ist nichts Weiteres als Augenwischerei in vielen Fällen, wo zuhause gepflegt wird !
Wir sollten nicht verkennen, dass nun aus der Politik etwas kommt, was sich ungefähr so anhört: Man hat Bahnbrechendes in der Pflege geschaffen, man kommt aus dem Schulterklopfen ( meißt ist es die eigene Schulter ) kaum heraus.
Ein Beispiel herausgegriffen zeigt einmal die Vorgehensweise, wie man Menschen verdummen möchte. Dabei ist Jemand in Pflegestufe 3 eingestuft und erhält seither, da zuhause pflegend 728 €. Nach den "Verbesserungen" ab 2017 gibt es die neuen "Pflegegrade". Davon wird es künftig 5 geben. In unserem Beispiel wird nun also von der Pflegestufe 3 in den Pflegegrad 4 eingeordnet. In Pflegegrad 4 gibt es 728 € ! Man ist nun scheinbar dazu übergegangen, die Anzahl der Pflegestufen/grade zu erhöhen um es nach "mehr" aussehen zu lassen !
An dieser Stelle sei noch einmal auf die besondere Situation von Langzeitüflegenden erinnert. Es wird auch kritisiert, dass man in der Politik gerade die prekärsten Pflegesituaionen nicht berücksichtigt. Anstattdessen wird seit Monaten die "Vereinbarkeit von Pflege und Beruf" herausgestellt. Dabei ist längst klar: Bei längeren Pflegen ist es einfach nicht möglich, neben der Pflege noch einen Beruf auszuüben. Sind die Pflegebedürftigen in einer hohen Pflegestufe, ist dies sogar abwegig. Aber genau diese Pflegesituation: Langfristig und hoher Pflegebedarf sind doch genau die Fälle, die zur Verarmung führen und zudem für Pflegende hoch belastend sind !
Noch liegen nicht alle Zahlen vor. Aber schon jetzt ist erkennbar: Was mit furchtbar viel Eigenlob hier eingeführt wird, ist nichts Weiteres als Augenwischerei in vielen Fällen, wo zuhause gepflegt wird !
Freitag, 14. Oktober 2016
Hilfsangebote für Pflegende Angehörige
Jemand, der seit über 17 Jahren selber pflegt haut so schnell nichts mehr um möchte man denken. Aber es gibt gewisse Punkte, da könnte man schier in die Luft gehen. So ist es mit den vermeintlichen/angeblichen "Hilfen" für Pflegende Angehörige. Das wurde von uns mehrfach thematisiert. Wir haben aber den Eindruck: Es wird schlimmer....Mit ein Grund für folgendes Schreiben an Betroffene, Sozialverbände, Politik etc. Aber lesen Sie selbst :
Samstag, 3. September 2016
Dienstag, 2. August 2016
Pflege zuhause weniger wert wie Tierpflege ?
Der heutige Morgen begann bei uns wie immer 6 00 Uhr klingelt der Wecker. Dann ist jede Minute ausgefüllt mit Waschen, Richten, Frühstücken etc.....denn um 08 30 Uhr geht die Pflegebedürftige arbeiten, wie jeden Tag in der Woche.
Nebenbei hören wir Radio. Heute am 02.08.2016 dann im SWR 1 ca. gegen 8 15 Uhr ein Beitrag über den 50 Geburtstag einer Elefantenkuh in der Stuttgarter Wilhelma. Ein Tierpfleger kommt zu Wort. Hier der Link zu dem Beitrag:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/stuttgart/elefant-in-der-stuttgarter-wilhelma-wird-50/-/id=1592/did=17886456/nid=1592/1sojf8b/index.html
Gut und schön. Aber da kommt mir der Gedanke: Was verdient eigentlich so ein "Tierpfleger". Er wird wohl eine 38,5 Std. oder 40 Strd. Woche haben, er wird berstimmt nach Tarif bezahlt. Also nachgeschaut. Ergebnis. So ein Tierpfleger verdient 2.207 bis 2.880 €.
Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht einen Vergleich anstellen würde. Einen Vergleich, der sich von der Tätigkeit her zwar verbietet. Aber wie sieht es im finanziellen Bereich aus ? Ich arbeite an 7 Tagen die Woche etwa 12 - 14 Std. täglich mit nächtlicher Rufbereitschaft. Dafür erhalte ich von der Pflegebedürftigen ( und nicht etwa von der Pflegekasse ) ca. 600 € ( kombinierte Leistungen, da z.B. katheterisiert werden muß ). Welch ein Unterschied !
Nebenbei hören wir Radio. Heute am 02.08.2016 dann im SWR 1 ca. gegen 8 15 Uhr ein Beitrag über den 50 Geburtstag einer Elefantenkuh in der Stuttgarter Wilhelma. Ein Tierpfleger kommt zu Wort. Hier der Link zu dem Beitrag:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/stuttgart/elefant-in-der-stuttgarter-wilhelma-wird-50/-/id=1592/did=17886456/nid=1592/1sojf8b/index.html
Gut und schön. Aber da kommt mir der Gedanke: Was verdient eigentlich so ein "Tierpfleger". Er wird wohl eine 38,5 Std. oder 40 Strd. Woche haben, er wird berstimmt nach Tarif bezahlt. Also nachgeschaut. Ergebnis. So ein Tierpfleger verdient 2.207 bis 2.880 €.
Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht einen Vergleich anstellen würde. Einen Vergleich, der sich von der Tätigkeit her zwar verbietet. Aber wie sieht es im finanziellen Bereich aus ? Ich arbeite an 7 Tagen die Woche etwa 12 - 14 Std. täglich mit nächtlicher Rufbereitschaft. Dafür erhalte ich von der Pflegebedürftigen ( und nicht etwa von der Pflegekasse ) ca. 600 € ( kombinierte Leistungen, da z.B. katheterisiert werden muß ). Welch ein Unterschied !
Mittwoch, 27. Juli 2016
Familienpflegezeit wird kaum genutzt
Aus der Politik kommt immer wieder, was nun ( angeblich ) an Verbesserungen im Pflegebereich geschaffen worden wäre. Bei näherer Betrachtung sieht es aber so aus, dass es entweder einfach nicht stimmt oder nicht praxistauglich ist, wie das jüngste Beispiel Familienpflegezeit verdeutlicht:
http://www.versicherungsbote.de/id/4843508/Familienpflegezeit-Bundesregierung-kaum-Nachfrage/
Was noch auffallend ist. Die Politik hat scheinbar kaum Ahnung von den realen Problemen der Menschen die pflegen. Ein sehr großes Problem sind im häuslichen Bereich ( Pflegende Angehörige ) die lange Zeit pflegen ( Langzeitpflegende ). Dazu gibt es in Kürze an dieser Stelle eine Ausarbeitung.
http://www.versicherungsbote.de/id/4843508/Familienpflegezeit-Bundesregierung-kaum-Nachfrage/
Was noch auffallend ist. Die Politik hat scheinbar kaum Ahnung von den realen Problemen der Menschen die pflegen. Ein sehr großes Problem sind im häuslichen Bereich ( Pflegende Angehörige ) die lange Zeit pflegen ( Langzeitpflegende ). Dazu gibt es in Kürze an dieser Stelle eine Ausarbeitung.
Dienstag, 12. Juli 2016
Dienstag, 24. Mai 2016
Donnerstag, 19. Mai 2016
Seit Jahren, Jahrzehnten bei der häuslichen Pflege Stillstand
Die Pflege von Angehörigen soll mehr gewürdigt werden. Das sagt die Bundeskanzlerin Merkel am 26.06.2014 im Bundestag. Sagts und verabschiedet sich dann, um den Milliardären im Land noch mehr Möglichkeiten zu bieten. So jedenfalls unser Eindruck.
So kann das nun nicht weiter gehen. Mit immer neuen "Pflegestärkungsgesetzen" will man scheinbar die Wahrnehmung erwecken: Wir tun was. Wer sich das "Werk" betrachtet muß feststellen: Da wird kaum etwas getan !
Pflege Zuhause, das wird auch heute noch als etwas "Privates" dargestellt, als etwas, was die Menschen quasi selbst zu tragen hätten. Der Staat "hilft" dabei. Mehr könne man nicht tun. Das ist Denken von vorgestern, Denken in Kategorien aus längst vergangener Zeit ! In einer Solidargesellschaft wird den BürgerInnen abverlangt, Banken zu retten ( die hinterher wieder betrügen und belügen ). Pflege zuhause ist privat ? Es ist auch "privat" wenn Milliardäre sich die Taschen vollstopfen ? Da muß man sich die Frage stellen: Woher kommt denn das Geld und wer läßt es zu, dass Milliarden verdient werden ! Im Fall von LuxLeaks ( Link ) und anderen Skandalen wird klar: Die Politik hilft Jenen, die schon reich und mächtig sind sogar mit unrechtmäßigen Mitteln ! Die Pflegenden Angehörigen sollten also diesen Aussagen aus der Politik, Pflege Zuhause wäre "privat" sehr kritisch gegenüber stehen.
Vor Zeiten gab es einmal die Forderung von den PA ( Pflegenden Angehörigen ), dass man das Pflegegeld an die Pflegesachleistung angleichen sollte. Man nannte den Gleichbehandlungsgrundsatz als Basis für diese Forderung. Wie hoffentlich Alle wissen, wurde diese Forderung durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes verworfen. Mit denkwürdigen Argumenten.

Wieso aber nehmen die Interessensvertreter der PA dieses Urteil so hin ? Es beruht auf einer Einzelfall-Entscheidung und - wie uns scheint - ist auch schlecht vorbereitet vor dem Gericht vorgetragen worden. Das Urteil wurde dann von der Bundesregierung und verschiedenen Stellen als Argumentationshilfe benutzt um immer wieder auszudrücken: Die Pflegenden Angehörigen bekommen eben nicht mehr finanzielle Unterstützung ! Wo sind im Übrigen die Rechtsgelehrten in diesem Fall, die dieses Urteil auch einmal auseinander pflücken? Im Übrigen sind wir der Auffassung: Ein Einzelfall darf nicht auf eine große Gruppe von Menschen einfach übertragen werden ! Weiteres folgt...
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